Die Zuchtgemeinschaft Stange, dass sind der Senior Ernst Stange (Jahrgang 1926), dessen Sohn Kurt
Stange (Jahrgang 1951) und Kurts Töchter Bianca (Jahrgang 1976) und Diana (Jahrgang 1979) Stange.
1966, im Alter von gerade 15 Jahren, kaufte sich mein Vater Kurt sein erstes Pferd, natürlich einen Haflinger. Unterstützt von seinem Vater Ernst wurde der Haflingerbestand auf dem elterlichen Hof in Wabern
kontinuierlich ausgebaut.
1976 heiratete Kurt die in Bergheim lebende Anita Münch und zog auf deren elterlichen Hof um. Anfangs
konnte er dort maximal zwei Haflinger halten. Ernst Stange hatte aber einen Großteil der Stuten in Wabern
behalten und züchtete dort im Sinne meines Vaters und mit ihm zusammen weiter. 1980 wurde dann das
erste Haflingerfohlen in Bergheim geboren. Diese Haflingerstute namens "Nadin" (Jahrgang 1980)
ist unsere Seniorin im Stall.
1981 wurde der erste Haflingerhengst in Bergheim aufgestellt. Mit dem
Heranwachsen meiner Schwester und mir vergrößerte sich der Pferdebestand zusehends. Sie führen mit großer Passion die Haflingerzucht und Hengsthaltung fort.
Zur Struktur unseres Betriebes:
Wir waren eigentlich ein landwirtschaftlicher Betrieb, der hobbymäßig
Haflinger züchtet. Mittlerweile stellt die Haflingerzucht einen Betriebszweig dar. Neben der Betreuung von derzeit ständig rund 30 Haflingern,
gehört eine rund 50 köpfige Herde von Milchkühen und deren Nachzucht zu unserem Betrieb. Das Ehepaar Stange bewirtschaften unseren Betrieb im Vollerwerb. Durch die Landwirtschaft
sind wir in der Lage unser "Pferde-Heu und Pferd-Stroh" aus den
eigenen Nutzflächen zu gewinnen und bauen auch den Hafer selbst an.
Wir streuen die
Boxen mit Sägespänen und/oder Stroh ein. In der
Regel gehen unsere Jungpferde von Mitte Mai bis meist Mitte
November (kommt auf´s Wetter an) auf unsere Sommerweiden.
Für die Stuten mit Fohlen und die Zuchthengste stehen weitläufige
Koppeln direkt am Hof zur Verfügung.
Die optimale tierärztliche Versorgung unserer Tiere wird durch unsere direkten Nachbarn, die Tierarzt-Familie
Dr. Vockert, gewährleistet. Bei Notfällen sind sie auch mal mitten in der Nacht binnen weniger
Minuten bei uns.
2002 erfüllten wir uns einen langgehegten Traum und begannen mit dem Bau einer landwirtschaftlichen Mehrzweckhalle mit angrenzenden Stallungen. Im November zogen die ersten Pferde in die neuen Stallungen ein. Über Winter arbeiteten wir weiter an dem Innenausbau des Stalles. Die neuen Boxen trafen ein und wurden aufgebaut. Nachdem der Naturlehmboden in der Halle abgetrocknet war, kam der feinkörnige Reithallensand in die Halle.
In der Halle trainieren wir unsere Pferde, dort werden sie eingeritten, wir üben Freispringen, das Vorstellen an der Hand, etc. - eben alles was ein moderner Zuchtbetrieb benötigt. Im Winter dient die Halle auch als Auslauf für die Pferde, damit immer genügend Bewegung gewährleistet ist. Ein Teil unserer Heu und Strohvorräte wird ebenfalls in der Halle gelagert.
Die Halle hat die Maße 20m x 40m und bietet somit optimale Bedingungen für die Ausbildung der Pferde. Der angrenzende Stall hat die Maße 10 x 40 Meter. 22 Boxen stehen uns im neuen Stall zur Verfügung. Neben einer kleinen Sattelkammer sind auch der Probierstand, ein Aufenthaltsraum, ein Waschplatz und eine Toilette im Stalltrakt vorhanden. Durch den Einbau extrem vieler Lichtplatten auf dem Dach und an den Seitenteilen, ist der Stall durch und durch lichtgeflutet. In Verbindung mit sehr guter Luft durch die Höhe des Stalles, fühlen sich unsere Pferde sehr wohl. Deutlich wird das beim Rosseverhalten der Pferde. Seit dem Einzug in den neuen Stall zeigen selbst die Jungstuten ungewöhnlich regelmäßig eine Rosse.
Die Größe der Boxen bewegt sich zwischen 3 x 3 Metern und 3,50m x 4m. In einigen Boxen ist eine "Tür in der Tür" eingebaut, so dass die Pferde jederzeit einen unvergitterten Blick auf die Stallgasse werfen können und Besuchern freundlich entgegenschauen.