Im schönen Edertal-Bergheim, nahe dem  Edersee  im Waldecker Land liegt das Haflingergestüt der Familie Stange. Eingebettet in die durchaus hügelige bis bergige Landschaft verlaufen kleine Täler, in denen sich weitläufige Koppeln befinden.

Die Familie Stange züchtet seit 1966 Haflinger. Kurt Stange, aufgewachsen in Wabern,  investierte als im Alter von 15 Jahren in den ersten Haflinger. Unterstützung erhielt er von Anfang an von seinem Vater Ernst Stange. Kontinuierlich wurde die Haflingerzucht ausgebaut und feierte schon in den Anfangsjahren Erfolge. Als Meilenstein erwies sich mit Sicherheit der Ankauf der 1972 geborenen Stute Schneeflocke von Napal, die über die Mutterseite 25 % arabische Anteile führte. Schneeflocke brachte die drei gekörten Söhne Almfürst, Mohammed und Hafling. Almfürst wirkte einige Jahre erfolgreich bei Burkhard Bermpohl, während Hafling in Hessen Akzente in der Zucht setzte. 1976 zog Kurt Stange  durch die Heirat mit seiner Frau Anita auf deren elterlichen Hof nach Edertal-Bergheim. Dort wurde die Haflingerzucht, wenn auch in den ersten Jahren etwas verkleinert, weitergeführt. Die Töchter Bianca und Diana wuchsen mit der Haflingerzucht auf und teilten früh die Leidenschaft des Vaters. So vergrößerte sich der Bestand und 2002 wurde gebaut. Fortan half eine eigene Reithalle mit großem Stalltrakt bei der zeitgemäßen Vermarktung der Pferde.

Die Jungpferde werden artgerecht in Gruppen aufgezogen. Von Mai bis November grasen sie auf weitläufigen Koppeln gehalten, während die Jungpferde in den Wintermonaten in Laufställen und Offenställen stehen. Durch die Reithalle ist auch im Winter eine ausreichende Bewegung gewährleistet. Nachdem die Milchviehhaltung im Jahr 2011 aufgegeben wurde, stehen nun noch mehr Grünflächen der Futtergewinnung zur Verfügung und die Altgebäude des Hofes werden nach und nach pferdegerecht von Kuhstall zu Pferdestall umgebaut.

Die Familie Stange legt großen Wert darauf,  die Stutenbasis auf verschiedene Linien auszulegen und so werden aktuell vier Stutenlinien, davon 2 mit ox-Anteilen und 2 in Reinzucht  gepflegt.

Jährlich werden zu den eigenen Fohlen noch Hengstfohlen aus interessanten Linien zugekauft. Wenn auch nicht alle später zur Körung vorgestellt werden, so wachsen am Haflingergestüt Stange doch sehr ansprechende spätere Wallache auf, die ihre Fans im Freizeit- und im Sportbereich finden. Einige sind bereits im Reit- und Fahrsport sehr erfolgreich unterwegs. In der Vermarktung setzt die Familie Stange auf ehrliche Beratung. Nicht jedes Pferd passt zu jedem Interessenten und es gilt herauszufinden, welche „Deckel“ am Besten  zu welchem „Topf“ passen. Zufriedene Kunden bestätigen die Bemühungen. Verkäufliche Fohlen können nach dem Absetzen beim Haflingergestüt Stange erworben werden, sie „müssen“ aber nicht weg. In der Regel werden die Pferde bis dreijährig aufgezogen, bevor sie im Betrieb Stange oder durch den späteren Käufer ausgebildet werden. Regelmäßige Verkaufsveranstaltungen helfen dabei auch den Interessenten mit weiterem Anfahrtsweg eine gewisse Anzahl Haflinger vergleichen und testen zu können, bevor die Entscheidung für das spätere Traumpferd getroffen wird.

Bei der Hengstwahl für die eigene Deckstation ist die Familie Stange durchaus egoistisch. In erster Linie sollen die Hengste zu der gestütseigenen Stutenbasis passen. Treue Kunden der Station profitieren davon, da deren Stutenbasis in der Regel ähnlich ist. Am Ende zählt die Qualität und nicht der ox-Anteil, darüber ist sich die Familie Stange einig. So werden auch in der Zukunft immer mal wieder qualitätsvolle Edelbluthengste auf Station genommen.

Als Volltreffer haben sich in den letzten Jahren vor allem die Hengste Nobelius und Atlantic erwiesen. Nobelius erschuf eine sehr feminine und bewegungsstarke Stutenbasis, auf die der 2010 und 2011 auf der Station wirkende,  ebenso bewegungsstarke Österreicher Atlantic  hervorragend passte Da gutes Blut nie aus der Mode kommt, ist der 2000 geborene Bundesprämienhengst Nobelius absolut unverkäuflich  und die verlässliche, lebendige Genreserve im Stall.